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Zustandsbericht über die Grundwasservorräte

 
  • Fazit: Die Grundwasserstände und Quellschüttungen bewegen sich Anfang Februar 2019 in Baden-Württemberg auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau. Im Bezugsmonat waren vornehmlich Grundwasseranstiege zu beobachten. Nach dem nassen Dezember 2018 haben die insgesamt durchschnittlichen Niederschläge für eine weitere Erholung des Bodenwasserspeichers gesorgt. Die deutlichsten Zunahmen wurden in der zweiten Januarhälfte beobachtet, insbesondere in Gewässernahen Grundwasserstandsmessstellen und an den Quellen. Im Jahresvergleich sind landesweit nach wie vor deutlich niedrigere Pegel als im Januar 2018 zu verzeichnen. Bei feuchter Witterung kann von deutlich ansteigenenden Grundwasserverhältnissen ausgegangen werden.
  • Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung sind aufgrund der aktuellen Beobachtungen nicht absehbar.
  • Vergleich zum Vormonat: Grundwasserstände und Quellschüttungen haben sich im Januar 2019 in den meisten Landesteilen erholt. Die Anstiege waren in den Festgesteinsbereichen besonders anschaulich, z.B. auf der Ostalb (+4,80 m an der Messstelle 0102/714-6) und in der Oberen Gäue (+2,37 m an der Messstelle 7003/412-1). Trotz der beginnenden Neubildung waren bereichsweise stabile Verhältnisse und Rückgänge messbar, beispielsweise im Kraichgau (-0,53 m, GW-Nr. 2841/360-1) und im Markgräflerland -0,09 m, GW-Nr. 0110/022-3). Die Monatsniederschläge hatten einen erheblichen Einfluss auf die Quellschüttungen, die im Monatsmittel ansteigen, z.B. +138 l/s an der Gallusquelle, GW-Nr. 0601/517-7). Der Blautopf schüttet deutlich mehr als im vergangenen Monat (+1.533 l/s, GW-Nummer 0600/665-0).
  • Vergleich zum Vorjahr: Im Jahresvergleich sind trotz der jüngsten niederschlagsbedingten Anstiege niedrigere Grundwasserstände und Quellschüttungen als im trockenen Jahr 2018 zu verzeichnen. Bereichsweise werden die vorjährigen Verhältnisse deutlich unterschritten, beispielsweise in der Freiburger Bucht (z.B. -3,47 m an der GW-Nr. 0106/120-5) und auf der Schwäbischen Alb (z.B. -5,31 m an der GW-Nr. 0100/517-0). Die wetterfühligen Quellen schütten trotz der starken Regenfälle weniger als im vergangenen Jahr (z.B. -1,4 l/s an der Fritzenwiesenquelle im Kraichgau, GW-Nr. 0600/309-4). Der Blautopf schüttet sogar rd. -4.260 l/s weniger als vor einem Jahr.
  • Prognose für den Monat Februar 2019: Die landesweiten quantitativen Grundwasserverhältnisse bewegen sich Anfang Februar auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau mit steigender Tendenz. Bei feuchter Witterung ist von deutlichen Anstiegen der Grundwasserstände und Quellschüttungen in weiteren Monatsverlauf auszugehen.
  • Langfristige Tendenz: Die 30-Jahren Trends sind an den Grundwassermessstellen relativ differenziert mit einigen auffälligen Bereichen. In den südöstlichen Landesteilen (insbesondere im Iller-Riß-Gebiet) werden fast immer Anstiege beobachtet. Diese Entwicklung wird ebenfalls im Donauried beobachtet, vermutlich aufgrund der rückläufigen Grundwasserentnahmen in diesen intensiv genutzten Aquiferen. Auch im Oberrheingraben wird eine Erholung der Grundwasserstände beobachtet. Im Markgräflerland und insbesondere im nördlichen Oberrheingraben sind dabei besonders markante Zunahmen zu verzeichnen, auch hier möglicherweise durch rückläufige Förderungen bedingt. Quellen sind in Festgesteinsbereichen gefasst und weisen überwiegend langfristig ausgewogene Entwicklungstendenzen auf.
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