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Zustandsbericht über die Grundwasservorräte

 
  • Fazit: Die Grundwasserstände und Quellschüttungen bewegen sich Ende November 2019 in Baden-Württemberg auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau mit erkennbarer Stabilisierung. Die unterdurchschnittlichen Monatsniederschläge führten zu einer weiteren Erholung des Bodenwasserspeichers aber hatten keine nennenswerten Auswirkungen auf die Grundwasservorräte. Im Jahresvergleich überwiegen höhere Pegel als im November 2018. Im weiteren Verlauf des hydrologischen Winterhalbjahrs kann von einer weiteren Stabilisierung der Grundwasserverhältnisse ausgegangen werden. Bei feuchter Witterung werden Grundwasseranstiege zu beobachten sein.
  • Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung sind aufgrund der aktuellen Beobachtungen nicht absehbar.
  • Vergleich zum Vormonat: Grundwasserstände und Quellschüttungen haben sich im November 2019 unterschiedlich entwickelt aber überwiegend stabilisiert. Markante Abnahmen gab es bereichsweise weiterhin, vorwiegend in tiefen Festgesteinsaquiferen, z.B. auf der Ostalb (- 1,10 m an der Messstelle 0102/714-6) und im nördlichen Schwarzwald (-0,35 m an der Messstelle 3544/311-9). Neben bescheidenen Enwicklungen gab es ebenfalls deutliche Anstiege, z.B. im im Iller-Riß-Gebiet mit +0,50 m, GW-Nr. 0147/717-6 und in der Heilbronner Mulde mit +0,37 m, GW-Nr. 0104/509-0). Im Oberrheingraben, in Bereichen mit geringen Flurabständen und in Gewässernähe waren durchweg Anstiege zu verzeichnen. Trotz bescheidener Monatsniederschläge waren Stabilisierungen und bereichsweise sogar sogar geringfügige Schüttungsanstiege an den Quellen zu beobachten, z.B. +0,52/san der Sportplatzquelle im Hochschwarzwald, GW-Nr. 0600/222-6 und +37 l/san der Gallusquelle in Veringenstadt. Der Blautopf schüttet geringfügig (-87 l/s) weniger als im vergangenen Monat (GW-Nummer 0600/665-0).
  • Vergleich zum Vorjahr: Im Jahresvergleich mit November 2018 überwiegen die höheren Grundwasservorräte. Örtlich werden die damals sehr niedrigen Verhältnisse allerdings immer noch unterschritten, beispielsweise in der Heilbronner Mulde (z.B. -1,25 m an der GW-Nr. 0104/509-0) und im nördlichen Oberrheingraben (z.B. -0,21 m an der GW-Nr. 0107/305-0). Insgesamt hat sich die Grundwassersituation in den meisten Landesteilen etwas erholt (z.B. +3,63 m im Schwarzwald, GW-Nr. 0109/121-1 und +0,84 m im Illertal, GW-Nr. 0147/717-6). Die Quellen schütten deutlich mehr als vor einem Jahr (z.B. +119 l/s an der Gallusquelle auf der Schwäbischen Alb, GW-Nr. 0601/517-7 und +1,21 l/s an der Rösslequelle im Hochschwarzwald, GW-Nr. 0001/219-3). Der Blautopf schüttet +788 l/s mehr als im Oktober 2018.
  • Prognose für den Monat Dezember 2019: Die landesweiten Grundwassertvorräte neigen Ende November zur Stabilisierung, wenngleich die jüngsten mäßigen Niederschläge noch keine Neubildung zur Folge hatten sondern zu einer Erholung des Bodenwasserspeichers beigetragen haben. Entspannungssignale können an zahlreichen Messstellen bereits wahrgenommen werden. Bei feuchter Witterung ist im weiteren Jahresverlauf mit Grundwasseranstiegen zu rechnen.
  • Langfristige Tendenz: Die 30-Jahren Trends sind an den Grundwassermessstellen relativ differenziert, wobei sich Anstiege und Rückgänge in etwa die Waage halten. In den südöstlichen Landesteilen (insbesondere im Iller-Riß-Gebiet) werden fast immer Anstiege beobachtet. Diese Entwicklung wird ebenfalls im Donauried beobachtet, vermutlich aufgrund der rückläufigen Grundwasserentnahmen in diesen intensiv genutzten Aquiferen. Auch im Oberrheingraben wird eine Erholung der Grundwasserstände beobachtet. Im Markgräflerland und insbesondere im nördlichen Oberrheingraben sind dabei besonders markante Zunahmen zu verzeichnen, auch hier möglicherweise durch rückläufige Förderungen bedingt. Quellen sind in Festgesteinsbereichen gefasst und weisen überwiegend langfristig ausgewogene Entwicklungstendenzen auf.
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