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Zustandsbericht über die Grundwasservorräte

 
  • Fazit: Ende Januar 2023 bewegen sich die Grundwasserstände und Quellschüttungen in Baden-Württemberg auf etwa mittlerem Niveau innerhalb des Normalbereichs und vereinzelt darunter. Der Januar war hinsichtlich der Witterung zweigeteilt; auf die nassere erste Monatshälfte folgte eine trockenere zweite Monatshälfte. Die Grundwasserschwankungen waren im Bezugsmonat entsprechend, wobei die oft signifikanten Anstiege zu Monatsbeginn durch die späteren Rückgänge fast wettgemacht wurden. Im Mittel konnten sich die Grundwasserverhältnisse jedoch erholen. In Teilen des Neckarbeckens sowie des südlichen Rheineinzugsgebiets lässt die Entspannung der quantitativen Grundwasserverhältnisse immer noch auf sich warten.
  • Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung sind aufgrund der aktuellen Beobachtungen in den kommenden Monaten auszuschließen.
  • Vergleich zum Vormonat: Mit 36 mm Niederschlag wurde im Januar 2023 nur knapp die Hälfte des normalen Niederschlags am Lysimeterstandort Büchig gemessen. Diese Niederschläge sind in der ersten Monatshälfte als Landregen gefallen und haben zu anhaltender Versickerung beigetragen. Die dadurch ausgelösten Grundwasseranstiege wurden im Zuge der weitgehend niederschlagsfreien zweiten Monatshälfte abgeschwächt. Im Mittel konnten sich die meisten Messstellen aber erholen. Die Zunahmen sind an den gewässernahen Messstellen und insbesondere im Festgestein besonders ausgeprägt mit z.B. +1,09 m am der Messstelle 0106/120-6 im Dreisamtal bei Freiburg oder sogar +6,23 m an der Messstelle 2401/365-0 in Eutingen. In einzelnen Bereichen, beispielsweise im Markgräfler Land wurden hingegen leichte Rückgänge beobachtet, z.B. -4 cm in Neuenburg (GW-Nr. 0110/022-3). Die Quellschüttungen sind im Monatsmittel deutlich angestiegen. Der Blautopf schüttet mit einem Plus von +806/s deutlich mehr als im Dezember 2022 (GW-Nummer 0600/665-0).
  • Vergleich zum Vorjahr: Im Jahresvergleich überwiegen die Rückgänge. Die Situation hat sich insbesondere im Neckarbecken, in Oberschwaben sowie im südlichen Oberrhein ungünstig entwickelt aber der stärkste Rückgang wurde in den Festgesteinsbereichen des Nord-Schwarzwalds mit -9,65 m an der Messstelle 7003/412-1 in Grafenau beobachtet. Bei den Quellen halten sich Zunahmen und Rückgänge in etwa die Waage, wie etwa die Bronnbachquelle in Rottenburg mit -100 l/s (GW-Nr. 0001/415-1) vs. die Gallusquelle in Veringenstadt mit +107 l/s (GW-Nr. 0601/517-7). Mit einem Minus von -184 l/s führt der Blautopf unwesentlich weniger Wasser als im Januar 2022.
  • Prognose für den Monat Februar 2023: Die Bodenfeuchte (Lysimeterauswertung) hat sich seit einigen Wochen auf hohem Niveau stabilisiert. Folglich ist davon auszugehen, dass sich der Grundwasserneubildungsprozess in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Die Grundwasserstände und Quellschüttungen sind insgesamt ansteigend. Diese Tendenz dürfte sich im Februar 2023 festigen.
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